Mrz 18, 2016 | Von: Margit Heuser 4 Kommentare

Freitag, 18.3. Lichtprobleme, Reparatur-Werkstätten, Kinder-Regatta, Heißluft-Ballons und Little India

Morgen geht es los - hier schon die ersten Boote

Morgen geht es los – hier schon die ersten Boote

In der Werkstatt

In der Werkstatt

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KInder-Regatta

KInder-Regatta

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Hamilton Event für das Ballon-Fetival

Hamilton Event für das Ballon-Fetival

Das kann ja eine lustige Fahrt werden

Das kann ja eine lustige Fahrt werden

Habe ich noch vergessen, ein Superladen für alles - vor allem für Faschingsartikel

Habe ich noch vergessen, ein Superladen für alles – vor allem für Faschingsartikel

Dem aufmerksamen Leser, der aufmerksamen Leserin, ist wahrscheinlich nicht entgangen, dass ich den heutigen Wochentag schon gestern geschrieben habe. Das ist auch kein Wunder, mit der Zeit kommt man ganz durcheinander vor lauter Zeitumstellung.

Wir sind ganz früh aufgestanden. Kurz vor 6.00 Uhr. Wir wollten heute nach Ngaruawahia fahren. Ich war schon so aufgeregt. Jedes Jahr im März treten die Maori-Stämme des Distrikts Waikoto im Waka-Wettkampf gegeneinander an. Die Maoris aus Waikato sind dafür berühmt, begnadete Kanufahrer zu sein und die schönsten Kanus zu bauen, und was man bei dieser Regatta zu sehen bekommt, ist wirklich eine Augenweide. Und da wollten wir hin, weil genau am Wochenende diese Regatta stattfindet.
Auszug aus dem Buch (von unserem Freund Kurt bekommen) Gebrauchsanweisung für Neuseeland von Joscha Remus: „Die Stämme treten in traditioneller Kleidung auf dem Waikato River gegeneinander an. Wer die perfekt choreografierten Inszenierungen mit den Stechpaddeln sieht und die rituellen Chorgesänge der Paddler hört, fühlt sich wie durch einen Zeitstrudel in die Vergangenheit versetzt.“

Ja, das hört sich alles sehr gut an. Allerdings hatten wir ein Problem. Unser Abblendlicht im Camper funktionierte nicht mehr. Vielleicht hat es auch noch nie funktioniert – wir haben es nicht bemerkt – wir sind ja nie im Dunkeln gefahren. Es wird in Neuseeland schon um 7.00 Uhr morgens hell und um 8. 30 Uhr geht erst die Sonne unter. Wir vermuteten, dass die Birnen kaputt sind. Aber beide auf einmal? Nachdem wir in der Gebrauchsanleitung nichts Hilfreiches gefunden haben, sind wir mit einem „reduzierten“ Fernlicht losgefahren. Bis Hamilton sind es ja nur 230 Kilometer, das schaffen wir.

Jetzt stehe ich hier in Hamilton bei einer Autowerkstatt und schreibe meinen Blog. Wir haben keine Ahnung wie lange es dauern wird und was mit unserem Licht los ist. Aber, es wurde uns sehr geholfen. Zuerst im Boschdienst. Der Chef hat alle Sicherungen überprüft – leider (gottseidank) alles in Ordnung. Dieser freundliche Mensch wollte keine Bezahlung und hat uns dann zwei Querstraßen weiter zur nächsten Werkstatt geschickt. Da man es in Neuseeland nicht so wichtig mit den Hausnummern nimmt, sind wir so circa Nummer 20 in einer Camper-Reparatur-Werkstatt gelandet. Der Chef dieser Werkstatt wiederum holte jetzt seinen Nachbarn – ein Autoelektriker- und dann werden wir sehen. Auf jeden Fall – und das ist wichtig – ist die Rechnungsstellung schon geklärt und der nette Chef hat gleich mit unserer Camper-Vermietstation weitere Geschäfte vereinbart. So – jetzt heißt es 2 Daumendrücken. 1. Es ist alles repariert, wir können weiterfahren. 2. Es geht in den nächsten Minuten voran. Wir sind im Urlaub – da hat man keine Zeit mitten im Industriegebiet in Hamilton herumzustehen. Verstanden!

Jetzt kommt der Witz auf Räder. Nach einer Wartezeit von über einer Stunde – was bei dem Andrang an gewünschten Reparaturen noch wenig war – meinte der Auto-Mechaniker, es wäre die Scheinwerfer-Birnen. Grrrrrrrr. Das hatten wir doch heute Morgen schon vermutet. (Ehrlicherweise, mein Mann hört es ja nicht- Gerhard hatte es gleich vermutet). Okay – alles besser wie ein Unfall oder sonstige größere Unterbrechungen. Sind wir echt zufrieden. So waren wir halt auch mal bei mehreren Werkstätten in Hamilton – machen wir auch nicht jeden Freitag. Ein bisschen ärgern tu ich mich allerdings – ich beschwere mich bei meinem Reisebüro: Entgangene Urlaubsfreude, gell Herr Golombek?

Dann sind wir doch endlich in Ngaruawahia angekommen. Heute allerdings nur Kanurennen der Kinder. War aber auch ganz lustig, wie die Maori-Schüler mit den großen Kanus umgehen.
Wir wollten nicht in diesem verschlafenen Ort bis morgen bleiben und besuchten noch Hamilton, ganz in der Nähe, da ist ein bisschen mehr los und vor allem gibt es einen Campingplatz. Hunger hatten wir auch. Außer eine halbe Banane und zwei Chips, naja es waren drei – hat es heute noch nichts gegeben. Auf Empfehlung der Campground-Managerin sind wir im Little India gelandet. Wunderbares Essen, für mich super-hot. Liebe Grüße an meinen einzigen indischen Freund, Srini. Srini: Ich habe das Essen fotografiert, habe aber schon wieder vergessen, wie es hieß. Vielleicht erkennst Du es. Huhn, Gemüse, Reis, zehntausend Gewürze.
Noch einen kleinen Bummel durch die Stadt. Ein großes Fest wird gerade vorbereitet. Ballon-Wettbewerb, schon seit dem 16.3. aber bis jetzt ist noch kein Ballon gefahren (gefahren nicht geflogen, heißt unter Kenner wirklich so). Morgen früh um 7.30 Uhr soll es losgehen. Wir sind dabei und wir fahren danach gleich zu der Maori-Regatta. Da bin ich gespannt. Ihr auch? Morgen könnt Ihr darüber lesen. Rätselhaft ist es noch wo wir morgen Abend sind. Richtung Coromandel oder zurück nach Rotoroa. Was meint Ihr? Strand oder Geysire und heiße Quellen? Freue mich über Eure Kommentare – könnten ruhig noch mehr sein –werde alle beantworten.

E noho ra – auf Wiedersehen, wie der Maori sagt. Bussi – das weiß ich nicht auf maorisch….

4 Kommentare zu Freitag, 18.3. Lichtprobleme, Reparatur-Werkstätten, Kinder-Regatta, Heißluft-Ballons und Little India

  1. Pia Staschik
    18. März 2016 16:05

    Ja, Rotorua, wenn das Wetter passt. Wir hätten uns es gerne angesehen, ist halt wegen dem Schwefelgeruch gewöhnungsbedürftig.
    Danach sind wir nach Matamata und dann nach Coromandel gefahren.
    Dort waren wir in Whanagmata. Von dort aus sind wir dann natürlich zur Cathedrale Cove und den Hot water pools gefahren. Man sollte sich auf viele Menschen und Parkchaos einstellen. Ich denke mit dem Camper sollte man es erst gar nicht versuchen hoch auf den Parkplatz bei der Cathedrale Cove zu fahren.
    Wir waren so genervt, dass wir dann unten unser Auto hingestellt haben und haben uns von einem Taxi (kostete echt nicht viel) hochfahren lassen und sind dann aber runter gelaufen, mal so als Tip.
    Die Hot water pools waren auch sehr voll zu der Zeit (Ok es war die Osterzeit, ach, das habt ihr ja dann auch!). Unser Sohn war mal da und auf dessen Bildern waren vielleicht 10 Menschen dort. Aber trotzdem sehens- und fühlenswert!

    Ich habe mir eben nochmal die Karte angeschaut, das wäre ja doch nochmal ein ganzes Stück zurück nach Rotorua. Matamata bzw. Hobbiton wolltet Ihr nicht sehen? Ist echt sehr, sehr schön gemacht, aber der Eintritt ist sauteuer.

    LG an andere Ende der Welt aus dem sonnigen Hessen (der Frühling ist da!!)

    • Margit Heuser
      20. März 2016 04:48

      Hallo Frau Staschik, wir sind zurück nach Rotorua. Aber der Regen hat uns wieder erwischt. Whanagmata und Matamata machen wir morgen und dann fahren wir nach Coromandel. Danke für die lieben Kommentare.
      Margit Heuser grüßt aus NZ

  2. Renate Hein
    18. März 2016 22:03

    Hallo ihr lieben Neuseeländer.
    Das mit den kaputten Birnchen in den Scheinwerfern ist ja schon der Knaller. So kann man auch Stunden kostbarer Zeit totschlagen!
    Ich hab keine Ahnung wo ihr nun hinfahren sollt – ich denke ich würde die Wetter App befragen und dann da hin fahren wo das Wetter am schönsten ist.
    Das mit den Ballons finde ich spannend. Ich bin ja ein echter schisser was Höhe angeht aber so eine ballonfahrt würde ich vielleicht doch wagen.
    Ich warte noch immer auf ein Foto von einem Kiwi – gibt’s die eigentlich wirklich?
    Heute hatten wir einen schönen Fruhlingstag. Hoffe dass das WE auch so schön wird.
    Freu mich auf den nächsten Blog. Bussi Renate

    • Margit Heuser
      20. März 2016 04:46

      Liebe Renate,
      das Wetter lässt zu wünschen übrig…Rotorua ist voller Schwefelgestank und es regnet gerade so weiter. Wir haben morgen wieder die schwierige Entscheidung: Wo fahren wir hin. Die Wetter-App sagt die ganze Woche Regen an.
      Kiwis: Ich glaube die begegnen uns erst im Zoo in Auckland. Ballooning hat auch nicht geklappt. Das ist einfach eine aufregende Reise. Liebe Grüße Margit

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