Mrz 30, 2016 | Von: Margit Heuser 1 Kommentar

Dienstag, 29.3. Kiwi ja oder nein, Kauri ja, Schulschwimmen nein

Da staunt Ihr, was?
Da staunt Ihr, was?
Gigantische Bäume
Gigantische Bäume
HIer waren wir überall
HIer waren wir überall
Gerhards neue Skulptur?
Gerhards neue Skulptur?

Ihr wollt wissen, ob wir einen Kiwi gesehen haben? Wir und der Kiwi-Such-Führer haben uns sehr bemüht. Über zwei Stunden sind wir mit zehn Personen nur mit einer Rotlichtlampe des Führers durch den mystischen Trounson Kauri Park-Wald gestampft. Was haben wir alles gesehen?

  1. Gigantische Kauri-Bäume zwischen 500 und 800 Jahre alt, oft über 30 Meter hoch und einen Durchmesser von über 5 Meter.

  2. Viele Baumfarne, Gestrüpp und sonstiges Grünzeug

  3. Einen Possum, den ich entdeckt und für einen Kiwi gehalten habe

  4. Einige Kaninchen, habe ich auch für Kiwis gehalten – dabei waren es Osterhasen

  5. Einen fast durchsichtigen riesigen Aal – den habe ich nicht für einen Kiwi gehalten.

  6. Glühwürmchen – hätte ich fast vergessen – kostenlose, schwäbische Glühwürmchen

  7. Und den Sternenhimmel, ohhooh, Milchstraße und Jupiter und das Kreuz des Südens, fantastisch.

In der Nacht ist der Wald dunkel (haha, das mir Gerhard diktiert) Ich wollte sagen, im Dunklen ist der Wald noch spannender. So viele Vögel und so viele Waldgeräusche, huhuhhu. Wir haben Kiwis gehört. Die Männchen machen gellende wilde Schreie und die Weibchen schreien so heißer wie Rod Stewart, sagte der Waldführer. Und wenn sie nach Insekten suchen, dann raschelt es wie eine Tüte Cornflakes….120 Kiwis leben hier auf einem Gebiet von 450 ha – ein Schutzgebiet
Geschützt werden muss der Kiwi vor allem vor Hunden, Possums, Katzen, Wiesel, Frettchen aber auch vom Igel, der dieses eine Ei, das im Jahr gelegt wird, gerne frisst.

Dann endlich, fast am Ende der Wanderung, habe ich (wirklich ich) den Kiwi entdeckt. Eine große Henne – allerdings ist sie mit Hochgeschwindigkeit wieder in die Büsche. Diese Vögel sind unheimlich scheu und stehen nicht gerade am Waldweg und warten auf uns. Gerhard hat fotografiert – aber auf dem Bild – das ist wie ein Suchbild- werdet Ihr den Kiwi nicht finden. Gerhard meint, man bräuchte ein klein wenig Fantasie (er meint übrigens auch, er hätte sie entdeckt)

Heute Morgen sind wir nochmals in den Wald und haben ihn bei Tageslicht angeschaut. Unglaublich, diese mächtigen gradlinigen Stämme mit auffallend glatter Rinde. Die Krone der Kauris erheben sich normalerweise über das Dach der anderen Bäume und damit aus dem Blickfeld des Betrachters. Hier aber zeigt eine Seitenansicht vom Parkplatz aus deutlich die alles überragenden Kauri Kronen. Mächtig, erhaben, unglaublich schön und unglaublich viele solche Riesen. Wenn man ein Fantasy-Fan wie ich ist, hat man ganz schnell die Vorstellung, dass die Bäume gleich loslaufen könnten.

Noch ein Geheimtipp: Drei wunderschöne Seen. Sie liegen kurz nach dem Trounson Kauri Park. Süßwasser-Seen mit einem herrlichen Campingplatz. Gleich sind wir reingesprungen und haben das warme Wasser genossen. Ihr müsst Euch vorstellen, einer der Seen, sieht aus wie der Forggensee bei uns im Allgäu und da waren genau 15 Personen. Ich habe sie gezählt, Ehrenwort. Kai Iwi Lakes, heißen sie, für alle die mal nach Neuseeland kommen.

Eigentlich wollten wir nur ein kleines Stück zum nächsten Strand weiterfahren. Gerhard wollte endlich mal Quad testen. Der Strand am Baylys-Campingplatz war menschenleer, der Ort wirkte wie ausgestorben und auch auf dem Campingplatz sah es nach „Ende der Saison“ aus.
Also fuhren wir weiter, schauten uns das riesige Matakohe Kauri Museum an. Lernten noch einiges über die Kauri-Bäume, die Abholzung, die Gewinnung des Harzes, über das Leben vor über 150 Jahren und sitzen noch um einiges klüger auf einem ganz einsamen Campingplatz in Matakohe. Eigentlich haben wir jetzt den Schlüssel für den Schul-Swimmingpool. Aber – wir haben ihn nicht gefunden. Ich meine den Swimmingpool, nicht den Schlüssel.

Ein einziger Camper ist auch noch hier. Prima! Gleich gibt es Abendessen.

Übrigens: Gerhard studiert heute zum ersten Mal einen Reiseführer – jetzt wo fast alles vorbei ist. Bisher hat er seiner Chef-Reiseleitung alles überlassen. Man merkt wir kommen nach Hause.
Gut, morgen fahren wir nach Auckland. Freue mich sehr. E noho ra – auf Wiedersehen.

One Kommentare zu Dienstag, 29.3. Kiwi ja oder nein, Kauri ja, Schulschwimmen nein

  1. Renate Hein
    30. März 2016 12:17

    Hi ihr zwei. Wie schnell die Zeit vergeht. Jetzt seid ihr schon am Ende dieser fantastischen Reise. Ihr habt echt ganz schön viel gesehen. Gut dass du einen Blog geschrieben hast,dann kannst du zu Hause nachlesen was ihr alles so erlebt und gesehen habt.
    Das mit den Kiwis – naja, jetzt bin ich noch mehr davon überzeugt dass dieses Vieh eigentlich gar nicht in NZ zu Hause ist.
    Wenn man es genau überlegt ist der klassische Kiwi ein Stuttgarter und lebt in der Wilhelma. Das hätten die auch in den Reiseführer von NZ reinschreiben können.

    Ihr habt so tolle Bilder und Berichte geschickt, dass es mir schon ganz Angst wird was ich ab nächster Woche lesen und anschauen soll.
    Jetzt genießt erstmal Auckland. Das ist sicher ne coole Stadt.
    Bis ganz bald und dicke Bussis
    Renate

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