Apr 14, 2013 | Von: Margit Heuser Keine Kommentare

Willkommen zur Entspannungsübung: „Vereinfachen“

Vereinfachen – das ist ein Resultat des Optimierens auf das Wesentliche und Wichtige. So etwas wie Quickies. Also wenn es schnell gehen muss. Wenn Sie zum Beispiel in letzter Sekunde Ihre Einkommenssteuererklärung machen. Da geht es auch auf einmal schnell. Wenn ich im Coaching nur ganz wenig Zeit habe, ist oft die Lösung schnell in Sicht. Wenn sie Ihren Schreibtisch kurz vor dem Urlaub aufräumen geht das auch oft schneller als im sonstigen Büroalltag. Vereinfachen ist auch einfacher gestalten. Im Sinne von

  • Das Suchen reduzieren.
  • Lebensenergie effizienter einsetzen.
  • Angemessener handeln.
  • Mehr Platz für neue Ideen
  • Weniger Stress
  • Mehr Übersicht
  • Zeit einsparen.
  • Räume für Bewegung schaffen.
  • Perfektionismus einschränken.

Ganz hilfreich ist da das Pareto-Prinzip. Der italienische Soziologe und Ökonom Vilfredo Frederico Pareto (1848-1923) stellte in Untersuchungen fest, dass circa 20 Prozent der italienischen Familien über rund 80 Prozent des Volksvermögens verfügten.

Aus dieser und weiteren Studien wurde eine Gesetzesmäßigkeit abgeleitet, die später auch auf andere Lebensbereiche übertragen wurde. So hat das Pareto-Prinzip oder auch 80:20-Regel ebenfalls Eingang in das Selbst- und Zeitmanagement gefunden. Auch auf andere Lebensbereiche übertragen, lässt sich diese Gesetzesmäßigkeit häufig beobachten. Geht es Ihnen auch so?

Beispiele:

  • Meistens tragen wir nur 20% der Kleidung, die wir im Kleiderschrank haben.
  • In Besprechungen werden in 20% der Zeit, 80% der Aufgaben gelöst.
  • Bei Schreibtischarbeiten lassen sich mit 20% der Zeit ungefähr 80% der Aufgaben bewältigen. Wer ein Referat am PC erstellt, braucht häufig 80% seiner Zeit dafür, das Ganze mit Formatierungen etc. in „Form“ zu bringen.

Das Autowaschen erledigt sich in 20% der Zeit, die restlichen 80% brauchen wir, um „Kleinigkeiten“ strahlen zu lassen.

Zeit haben heißt wissen, wofür man Zeit haben will und wofür nicht.“ (Emil Oesch)

Die Verhältnismäßigkeiten sind mitunter verschoben und nicht bei allen Tätigkeiten macht es Sinn, sich nur auf die 20% zu konzentrieren, um 80% des Ergebnisses zu erzielen.

Ein Haus, das mir nur zu 80% gebaut wurde oder eine Heizung, die nur zu 80% gewartet ist, sind hier Beispiele.

Dennoch: Um die eigene Effizienz zu steigern und den eigenen Hang zum Perfektionismus zu bremsen, hilft die Anwendung des Pareto-Prinzips.

  • Schauen Sie sich die Handlungen, bei denen Sie 80% des Erfolges mit 20% Aufwand  erzielen.
  • Konzentrieren Sie sich auf die Erfolgsarbeit und vernachlässigen Sie die „kleinkleinArbeit“.
  • Bauen Sie den Anteil aus, der einträglich ist und einen ungleich höheren Nutzen bringt.   Hierzu teilen Sie Ihre Aufgaben in Dringlichkeitsstufen ein (Priorität ABC).

Tipp: Suchen Sie nach Tätigkeiten, die Sie in Zukunft nur noch „angemessen“ oder zu „20/80“ erledigen wollen, um mehr Zeit für die wichtigen Dinge Ihres Lebens zu gewinnen.

Ihre Meinung dazu? Ich freue mich über Ihren Beitrag.

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