Apr 05, 2013 | Von: Margit Heuser Keine Kommentare

Warum tun wir manche Dinge nicht gleich? Erste Hilfe bei „Schieberitis“

Bevor ich Ihnen die ersten Tipps und Tricks verrate, empfehle ich Ihnen,  einige Gedanken auf das Thema zu richten. „Schieberitis“ nennt sich dieser kleine innere Schweinehund, der wohl in uns allen steckt. Manchmal kann er einem ganz schön Kraft und Energie rauben. Allerdings gehört er auch zu uns, ob wir wollen oder nicht. Es nützt nichts, ihn einfach „weg haben“ zu wollen. Nehmen wir doch die Herausforderung an und „Schieberitis“ ernst. Oft gibt es gute Gründe für die Aufschieberei.

Warum schieben wir manches so gern auf?

Es lohnt sich einmal genau hinzuschauen, warum wir bestimmte Aufgaben vor uns herschieben – denn nur so können wir auch den richtigen Weg im Umgang mit der Aufschieberei finden. Sehr wahrscheinlich werden Sie feststellen, dass die Gründe bei verschiedenen Aufgaben ganz unterschiedlich sein können. Sie erfahren so sehr viel über Ihre Eigenmotivation und unsere Lieblingsarbeiten. Aufschieben kann ganz verschiedene Ursachen haben, wie z.B.:

  • Mangelnde Motivation, weil der Sinn der Tätigkeit entweder nicht klar oder zu gering ist. Sie bekommen eine hektische Anweisung von Ihrem Chef und haben kein Wort verstanden, was sie jetzt genau tun sollen oder die Steuererklärung ist durchaus verwirrend und nicht alles leicht verständlich, dann lassen wie sie lieber liegen.
  • Schlechte Organisation. Alle Mitarbeiter warten darauf, was als Nächstes angewiesen wird. Keiner weiß so recht, was er jetzt tun soll.
  • Ein Trotzgefühl, das aus früheren Ereignissen immer noch aktiv ist und dafür sorgt “dass man doch nicht das macht, was andere von einem erwarten”. Meine Mutter meinte, ich solle mal die Wohnung aufräumen oder ich sollte jetzt eigentlich für die Prüfung lernen.
  • Mangelnde Erfolgserlebnisse. Niemand registriert was ich gearbeitet habe. Im Gegenteil es wird sogar rumgemäkelt.
  • und vieles andere.

Übung

Beantworten Sie sich in der nächsten Zeit einmal zu jeder Aufgabe, die Sie aufschieben, die folgenden Fragen:

  • Welche Gefühle sind in mir, wenn ich an diese Aufgabe denke?
  • Was sage ich zu mir selbst und was sage ich zu den anderen, wenn ich mich mit dieser Aufgabe beschäftige?
  • Warum mache ich diese Aufgabe jetzt nicht?
  • Was habe ich davon, die Aufgabe jetzt nicht zu erledigen?
  • Wie fühle ich mich damit, dass ich diese Aufgabe vor mir herschiebe?
  • Was will ich jetzt ändern?
  • Will ich überhaupt etwas ändern?

Durch diese Analyse gewöhnen Sie sich daran, sich über Ihre Aufschieberei, über Ihre Gründe dafür und Ihre Gefühle dabei bewusster zu werden. So kommen Sie mit sich selbst in Kontakt und werden möglicherweise Muster oder Motive erkennen, mit denen Sie weiterarbeiten können. Sie erkennen so auch, ob und warum ein persönliches Ziel vielleicht nicht das Richtige ist und was Sie sich statt dessen vornehmen können.

Und warum erledigen Sie bestimmte Aufgaben schnell und gern?

Schauen Sie aber nicht nur dahin, wo Sie Aufgaben vor sich herschieben, sondern beachten Sie bei Ihrer Analyse unbedingt auch, warum Sie manche Aufgaben sofort erledigen und was dafür die Gründe sind. So kommen Sie auf die Spur, wann und wodurch Sie motiviert sind.

Weitere Ideen/Themen das nächste Mal

Und dann kommen auch noch die Schuldgefühle. Lieber eine klare Entscheidung treffen. Vielleicht ist auch einfach morgen ein besserer Tag. Wenn es aber doch heute sein muss …

Freue mich über Ihre Kommentare.

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