Mrz 20, 2014 | Von: Margit Heuser 2 Kommentare

Aus dem Leben einer Reisebüro-Trainerin: Ein Mensch verlässt ein Reisebüro

Meine 10 interessantesten Beobachtungen zum Thema: Ein Mensch verlässt ein Reisebüro, denn…

  1. Die Buchung hat geklappt (war ganz schön schwierig. Was die Leute alles wissen wollen! Und gedauert hat es!).
  2. Er wollte nicht buchen. Der Verkäufer hat zu viele Vorschläge gemacht, von Marokko bis Zypern; rund um das Mittelmeer (Wieder so einer, der sich nicht entscheiden konnte – wohin hätte ich den denn sonst noch schicken können?).
  3. Obwohl im Büro nicht viel los war, hat man ihn nicht bemerkt und ihn nicht angesprochen. (Dass die Leute nicht warten können!).
  4. Sie haben ihm im Büro einen Prospekt gegeben und mit diesen Worten weggeschickt: „Wenn Sie etwas gefunden haben, können Sie gern wiederkommen“ (Typischer Prospektsammler, die habe ich am liebsten).
  5. Er konnte das Ferienhaus nicht mehr buchen. Andere Vorschläge gab es nicht (drei Wohnen vor den Sommerferien, da muss er beim nächsten Mal früher aufstehen).
  6. Im Büro war so viel Hektik. Ständig Telefon oder andere Kunden die stören. Auch der Chef kam mit einer eiligen Zwischenfrage. Sein Kunde wollte in die Karibik und von dort aus zu einer Kreuzfahrt. Da hätte der Verkäufer doch etwas mehr Zeit und Ruhe für ihn haben müssen. (Das war wohl nichts, aber was sollte ich denn machen?).
  7. Der Verkäufer bot ihm, als er gerade buchen wollte, eine Option an und schickte ihn zum „noch einmal Überlegen“ nach Hause. (Lieber auf Nummer sicher gehen, es hatte ja noch keine Eile)
  8. Der Verkäufer hatte keine Ahnung, als es um USA und ein Camp-Mobil ging. Er wollte dann doch lieber ein richtiges Reisebüro suchen (man kann doch nicht alles wissen. So ein arroganter Kerl!).
  9. Er war frustriert, als man ihn abwimmelte. Er wollte sich über seine letzte Reise beschweren – Baulärm, schlechtes Essen, etc. „Das hören wir zum ersten Mal, da können wir leider nichts machen. Schreiben Sie doch direkt an den Veranstalter.“ (Wie der sich benommen hat, unerhört, mit mir nicht!).
  10. Er konnte sich einfach nicht entscheiden. Er wollte noch mit seiner Frau sprechen. Den Verkäufer interessierte nicht, wann er wiederkommt. Er weiß nicht, ob er nochmal in dieses Reisebüro geht.

Sie meinen, dass diese Geschichten übertrieben sind? In Ihrem Reisebüro kommt so etwas nicht vor! Das freut mich. Und ich freue mich auch über Ihren Kommentar. Jetzt schon mal dafür DANKESCHÖN.

2 Kommentare zu Aus dem Leben einer Reisebüro-Trainerin: Ein Mensch verlässt ein Reisebüro

  1. Anja Mucke
    20. März 2014 21:25

    Frau Heuser, dem ist nichts hinzuzufügen

  2. S. T.
    2. April 2014 12:13

    Ich habe alle diese Situationen erlebt.

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