Aug 04, 2012 | Von: Margit Heuser Keine Kommentare

Ein Firmenevent der außergewöhnlichen Art

Eine Kleinstadt im Landkreis Ludwigsburg. Ein Samstag im Januar. Vertriebsschulung. Sechzig aufgeregt schnatternde Männer und Frauen ziehen sich weiße OP-Kittel, Schuhüberzieher und Handschuhe an. Witzige Fotos werden gemacht. Keiner weiß so recht, was jetzt passiert.

Offizielle Begrüßung der Geschäftsleitung. Worte wie Kreativität, Gemeinschaftserlebnis, Emotionen stehen im Raum. Spannung. Aufgeregte Erwartung. Schon geht es los. Ein paar einleitende Worte von der Trainerin und die ersten Mutigen setzen Farbkleckse und wilde Pinselspuren auf die Leinwände. Übungen zu zweit, mit Musik und mit einer Geschichte in sanfter Abfolge helfen lockerer zu werden. Mit aufmunternden Worten und kleinen Anweisungen gibt die Trainerin immer wieder kreative Impulse. Es entstehen  neue, farbigere, noch schönere Kunstwerke. Und dann der unglaubliche Abschluss: Ein großes Werk unter Mitwirkung aller brandneuen Künstler.

Ende der kreativen Phase.

Geschafft und fröhlich – erschöpft sitzen alle in lockerer Runde beim wohlverdienten Mittagessen. Doch die echte „Herausforderung“ zum Thema Vertriebsschulung kam jetzt erst. Dreier-Teams werden gebildet. Aufgabe: An einer beliebigen Tür in der Stadt klingeln, in Haus oder Wohnung Einlass finden, Bild verschenken, Kaffee oder ein anderes adäquates Getränk anbieten lassen und das Produkt des Unternehmens bewerben. Jedes Teammitglied wählt ein Bild unter seinen vielen Werken aus. Oh, das ist schwer. Schon nach so kurzer Gewöhnungszeit sind die Bilder un-verschenk-bar. Nein, keine Rücksicht auf Gefühle. Jeder muss da durch.

Am Abend Präsentation der erlebten Geschichten. Das war das Highlight des Tages. Eine Geschichte schöner wie die andere. Von einem Mann, der selbst Künstler ist, kam der Kommentar zu einem Bild „Meine Tochter malt auch“. Von Stimmen mit „Wir kaufen nichts“ bis zu Gastgebern, die die Teams gleich zu ihren Nachbarn schickten, gab es viele Variationen. Auch „Sind sie von den Zeugen Jehovas?“ wurde von einer älteren Frau gefragt. Die Teams waren in den Wohnzimmern, tranken nicht nur Kaffee, aßen nicht nur selbstgemachten Kuchen sondern manche bekamen sogar noch eine Flasche Wein mit auf den Heimweg.. Alle hatten die Aufgabe erfüllt. Alle hatten viel Spaß und alle hatten die Schwierigkeiten, etwas zu verschenken und die stärker werdende Lockerheit im Umgang mit „Klingelputzen“ erlebt.

Am meisten Spaß hatte ich (die Trainerin). Das war ein ganz besonderes Samstagabend-Programm. Was macht Teams zu „Dream! Teams? Was entfacht bei der Gesamtheit der Mitarbeiter den Funken der Begeisterung, der sie mit vereinten Kräften , hochmotiviert und voller Leistungsbereitschaft einem Ziel, einer Vision entgegengehen lässt? Fest steht eines: Jeder muss die richtigen Voraussetzungen mitbringen, seinen Teil dazu beitragen – nicht nur für sein eigenes Wohlergehen, auch für das der anderen. Wenn wir uns auf Spiel, Nähe zur Fantasie und Intuition einlassen, können wir einen inneren Raum der Seele betreten. Um die Grenzen des Gewohnten zu überschreiten, finden sich immer mehr Menschen – Führungskräfte und Teammitglieder – in Workshops zusammen. Menschen, die an die Kraft und den Erfolg von Teams glauben und neue Wege suchen, in Unternehmen ganz besondere Teamarbeit zu fördern .

Ich lade Sie ein, mit mir das logische Denken für einen Moment zu vergessen. Emotionen gewinnen die Oberhand und bisher verschüttete Potenziale werden frei geschaufelt.

Ob als Teambuilding-Event, als Werkzeug, das Kreativität und Fantasie fördert und damit die Entwicklung neuer Ziele und Visionen.  Oder zur Vertriebsschulung, das ist in jedem Fall ein völlig entspannter und in Erinnerung bleibender Workshop der außergewöhnlichen Art.

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